Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Deutschland

Der Anteil Erneuerbarer Energien (EE) am Stromverbrauch in Deutschland steigt beständig. Zuletzt – in 2013 – wurde gut 1/4 des Brutto-Stromverbrauchs in Deutschland (sog. „Bruttoinlandsverbrauch“) aus Erneuerbaren Energien gedeckt. Betrachtet man den Netto-Stromverbrauch, so sind es mit 28,7% schon fast 30%.

Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Deutschland bezogen auf den Brutto- bzw. Nettostromverbrauch.

Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Deutschland bezogen auf den Brutto- bzw. Nettostromverbrauch.

Nicht mitgerechnet wird hier vermutlich der Eigenverbrauch aus Photovoltaik, da dieser bislang in keinerlei Statistik erfasst wurde! Insofern kann man davon ausgehen, dass der Anteil von EE am Netto-Stromverbrauch sogar noch etwas höher ist. Beim (lokalen / dezentralen) PV-Eigenverbrauch findet die Stromproduktion und der Stromverbrauch am selben Ort statt, es entstehen also KEINE Leitungs- und Transformatorverluste, Netto ist dann also gleich Brutto!

Bruttoinlandsverbrauch und Nettostromverbrauch im Vergleich: die Effizienz scheint derzeit leicht zu steigen.

Bruttoinlandsverbrauch und Nettostromverbrauch im Vergleich: die Effizienz scheint derzeit leicht zu steigen.

Interessant ist, dass das Verhältnis von Netto- zu Bruttostromverbrauch zuletzt leicht steigt. Möglicherweise hängt dies mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien zusammen, der häufig dezentral bzw. lokal vor Ort erzeugt wird, so dass insgesamt der Transport über das Netz eher abnimmt und somit auch die Netzleitungs- und Transformationsverluste geringer ausfallen? Insbesondere Solarstrom wird weit überwiegend ins lokale Niederspannungsnetz eingespeist und (derzeit) fast nie über die Mittel- oder Hochspannungsebene weitergeleitet.

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